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Die erste Hürde auf dem Weg zu einem gemeinsamen Sportverein in Ostrhauderfehn ist genommen. Mit großer Mehrheit von 105:8 Stimmen machte die Mitgliederversammlung des TSV Germania Holterfehn den Weg frei zu einer Verschmelzung mit dem SV Eiche Ostrhauderfehn und dem TSV Idafehn zum TSV Ostrhauderfehn.
Eine erste Abstimmung vor vier Wochen war gescheitert, weil – wie nach der Vereinssatzung vorgeschrieben – bei der ersten Abstimmung nicht 75 Prozent der 464 stimmberechtigten Mitglieder anwesend waren. So musste eine neue Versammlung innerhalb von einem Monat einberufen werden.
Die 1. Vorsitzende Gaby Engler begrüßte am Mittwoch im Vereinslokal Meyerhoff 120 Teilnehmer. 114 davon waren stimmberechtigt. „Ich freue mich, dass Ihr Euch so zahlreich an dieser wichtigen Entscheidung beteiligt“, so Engler.
Um der Auflösung des TSV Germania Holterfehn zum 1. Juli 2020 zuzustimmen, mussten vier Fünftel der stimmberechtigten Mitglieder zustimmen. 91 Ja-Stimmen wären erforderlich gewesen. Als Gaby Engler das Ergebnis nach der Auszählung durch den Leeraner Rechtsanwalt und Notar Wilfried Boelsen verkündete, brach Jubel aus.
Bei einer Enthaltung stimmten 105 Mitglieder für den Vorschlag, acht votierten dagegen. „Ich stelle mit großer Freude fest, dass wir die nötige Zustimmung erreicht haben“, zeigte sich die 1. Vorsitzende, wie auch der gesamte Vorstand, sichtlich erleichtert. „Wir haben mit einem eindeutigen Beschluss der Mitgliederversammlung vor zwei Jahren den Auftrag erhalten, die Fusion vorzubereiten und haben viel Herzblut und manche Arbeitsstunde investiert. Mit dieser richtungsweisenden Entscheidung werden die Vereinsziele noch besser erreicht als bisher.“
Vor der Entscheidung mussten sich die Mitglieder erst einmal in Geduld üben. Wilfried Boelsen erläuterte den Verschmelzungsbericht und den Entwurf des Verschmelzungsvertrages.
„Das geht nicht auf die Schnelle, die meisten Passagen muss ich aus rechtlichen Gründen auch vorlesen. Wer also um 21.30 Uhr noch einen Termin hat und mit abstimmen möchte, der sollte diesen absagen“, begann der Notar seinen Vortrag. In dem Vertrag wird unter anderem geregelt, dass das Vereinsvermögen in den zukünftigen Verein fließt. Die Dauer der Mitgliedschaft im bisherigen Verein wird angerechnet, auch Ehrenmitgliedschaften bleiben erhalten.
Alle Abteilungen bleiben erhalten. Auch wenn die Fusion wie geplant eher in Kraft tritt, gelten die Mitgliedsbeiträge bis zum Ende des Jahres. Eine neue Staffelung muss auf der ersten Versammlung des neuen Vereins beschlossen werden. Dann wird auch ein neuer Vorstand gewählt. Kassenwartin Petra Thomßen stellte die Jahresberichte auch der anderen an der Fusion beteiligten Vereine vor. „Kein Verein hat Schulden“, stellt sie fest. Von der Möglichkeit, die Kassenberichte der beteiligten Clubs einzusehen – sie lagen bei der Kassenwartin und auch während der Versammlung aus – wurde kein Gebrauch gemacht. Die Vereinsfarben sollen Blau und Schwarz sein.
In einer kurzen Aussprache warf ein Mitglied dem Vorstand vor, sich nicht genug für den Verein eingesetzt und nur für die Fusion gearbeitet zu haben. „Wir haben einen Auftrag der Mitgliederversammlung umgesetzt“, konterte Fußball- und Jugendobmann Armin Flügge. „Zum Wohle des Vereins und der Mitglieder. Ich sehe die Entscheidung nicht als Auflösung, sondern als Grundlage zur Gründung eines neuen großen Vereins, der wesentlich effektiver agieren kann.“ Unterstützung gab es vom 2. Vorsitzenden Arno Buss. „Alle Abteilungen bleiben erhalten, Mehrfachmitgliedschaften entfallen. Die Fußballabteilung agiert schon jetzt als Spielgemeinschaft.“ Am Ende bedankte sich Gaby Engler bei allen Mitgliedern und dem beratenden Notar für die Unterstützung

 

Quelle: ga-online.de

   
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